„Denk nicht, schau!“-Wolfgang Hollegha im Museum Reinhardt Ernst

Im Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden beginnt die Begegnung mit Wolfgang Hollegha ganz direkt: Man steht vor riesigen, farbintensiven Bildern, die den Raum füllen und sofort die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die großformatigen Leinwände, oft mehrere Meter breit, sprechen nicht nur Erwachsene an – auch Kinder lassen sich von den leuchtenden Flächen, den schwungvollen Bahnen und den kräftigen Farbkontrasten unmittelbar packen.

„Denk nicht, schau!“ – dieser Titel passt bestens zu allen Besucherinnen und Besuchern, die oft ganz unbefangen reagieren. Vor diesen monumentalen Bildern, in denen Rot, Gelb, Blau und Grün mit zarten, transparenten Schichten verschmelzen, geht es weniger um Fachbegriffe als um Entdecken: „Woran erinnert dich diese Form? Welche Farben siehst du als erstes?“ Holleghas abstrakte Malerei wird so zum Spielfeld für die eigene Fantasie – konzentriert, klar und offen für persönliche Assoziationen.​

Die Leinwände erinnern an Horizonte, Äste, Lichtreflexe, ohne konkret zu werden – daraus entstehen Geschichten oder Fantasielandschaften. Man merkt schnell: Diese Bilder muss niemand „verstehen“. Man verlässt die Ausstellung mit dem Eindruck, dass Kunst nicht fern und kompliziert sein muss, sondern ein Ort, an dem alle lernen, genauer hinzusehen.

Die Ausstellung „Wolfgang Hollegha. Denk nicht, schau!“ ist bis Herbst 2026 im
Museum Reinhard Ernst in der Wilhelmstraße 1 in Wiesbaden zu sehen. Vormittags ist der Museumsbesuch ausschließlich Schulklassen und Bildungseinrichtungen vorbehalten.

Weitere Informationen: https://www.museum-re.de/de/